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Am Spieltag zieht Jeder zum Stadion ob groß ob klein, jung oder alt - alles ist irgendwie
unterwegs. Vor Spielbeginn wird zunächst einmal „dick“ eingekauft. Essen und Trinken müssen
genügend vorhanden sein - dies scheint das Wichtigste zu sein. Dort unten spielen zwar zwei
Mannschaften, von der einen ist man Fan, aber Hauptsache man hat seine Nachos, seine Cole und
die Erdnüsse.
Ertönt die Orgel, dann weiß man als guter Fan, dass man aufstehen und klatschen muss. Hört die
Orgel auf, setzt man sich postwendend wieder hin und isst weiter! Für Kölner, die alle zwei
Wochen sehen was im Stadion des FCs los ist und was die 50.000 Besucher dort immer anstellen,
ist dieses Verhalten absolut unverständlich.
Nun ist Baseball nicht zwingend das immer 100% spannendste Spiel - durch die guten Pitcher kommen
kaum Spielzüge zu Stande, aber die Möglichkeit eines Home Runs besteht immer und etwas mehr
Enthusiasmus hatten wir schon erwartet. Man könnte auch auf einer Wiese sitzen, Hauptsache
Essen und Trinken ist vorhanden das etwas entscheidendes fehlt würde nicht auffallen.
Kurios wird es dann im 7. Inning - da heißt es dann plötzlich „Stretching Time“ und alle springen
auf und recken und strecken sich und lockern ihre Glieder. Es ist immer wieder erstaunlich, was
den Amerikanern alles gesagt werden muss, damit sie „überleben“!
Kaum ist das Spiel zu Ende, ist das riesige Stadion auch schon leer. Diskussionen am Ende eines
Spiels gibt es nicht, zack und alle sind weg. Schaut man sich dann dieses schöne Stadion an, dann
ist man nur noch sprachlos. Müll wohin das Auge schaut! Am besten sind die aufgebrochenen
Ernussschale die wirklich überall auf dem Boden liegen - wow was für eine Sauerei.
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